Palliative Versorgung (Palliative Care)

Palliativpflege

Die Weiterbildung befähigt zur kompetenten Sterbebegleitung und pflegerischen Versorgung von schwerstkranken Menschen, die unheilbar erkrankt sind.

Sie führt zum Abschluss staatlich anerkannte Fachpflegerin bzw. Fachpfleger Palliative Care nach WPO- Hessen.

Die Kosten des Regierungspräsidiums Darmstadt für die staatliche Prüfung und die Erteilung der Erlaubnis zum Führen der Weiterbildungsbezeichnung werden Ihnen direkt vom Regierungspräsidium Darmstadt in Rechnung gestellt.

Weiterbildung auf einen Blick

Start: 23.05.2022

Abschluss & Zertifikat 
Nach der staatlichen Abschlussprüfung erhalten Sie den Abschluss “staatlich anerkannte Fachpflegerin bzw. Fachpfleger Palliative Care“.

Kosten
1.214 €
zzgl. Prüfungkosten: 150 €

➜ Fördermöglichkeiten


Umfang und Inhalte

Die Weiterbildung Palliative Care umfasst 200 Stunden Theorie, die sich berufsbegleitend in Blöcke gliedern.
Der Unterricht findet jeweils von 8:00 – 15:00 Uhr statt.

Das Modul enthält theoretische und praktische Unterrichtsstunden sowie selbstorganisiertes Lernen (SOL). Nach dem Modul erfolgt eine benotete schriftliche und/oder mündliche Prüfung.

Es sind 80 berufspraktische Stunden zu absolvieren.

Die berufspraktischen Anteile sind in den angestrebten Einsatzgebieten abzuleisten.  Mindestens 10% der berufspraktischen Stunden sind in Form einer qualifizierten Praxisanleitung durch eine geeignete Person durchzuführen.

FMP 1 – Grundlagen der Palliativen Versorgung (Palliative Care) und Hospizarbeit

a) Nationale und internationale Entwicklung
b) Organisationsformen und Versorgungskonzepte
c) Forschung

d) Palliative Versorgung als Tertiärprävention
e) Bedeutung der Bedürfnisse und Wünsche des Patienten als Handlungsgrundlage

FMP 2 – Körperliche/medizinische Aspekte der Pflege

a) Symptom-orientiertes Handeln anhand exemplarischer Krankheitsbilder
b) Möglichkeiten und Grenzen von Schmerztherapie und Symptomkontrolle
c) Palliative Sedierung
d) Medikamenten- und Nebenwirkungsmanagement
e) Komplementäre Konzepte (zum Beispiel Basale Stimulation, Kinästhetik)
f) Spezielle Mundpflege
g) Ernährung und Flüssigkeitsgabe
h) Verdauungsstörungen

i) Respiratorische Symptome
j) Dekubitiundulzerierende Tumore
k) Wahrnehmung und Berührung des Körpers
l) Verabreichung und Überwachung enteraler und parenteraler Lösungen
m) Überwachung und Pflege von Katheter- systemen (z.B. zentralvenöser Port, zentraler Venenkatheter, Peridual- und Spinalkatheter)
n) Umgang mit Herzschrittmacher und Defi- brillator in Palliativsituation und Sterbephase 

FMP 3 – Psychosoziale Aspekte der Pflege

a) Kommunikation und Beratung
b) psychische Reaktionen und Copingstrategien
c) Familie und häusliches und soziales Umfeld

d) Umgang  mit  existentiellen  Fragestellungen und sozialberatende Maßnahmen
e) Körperbild, Lebensende – Einfluss auf die Sexualität
f) Trauer und pathologische Trauer

FMP 4 – Spirituelle und kulturelle Aspekte der Pflege

a) Lebensbilanz/Lebensintensität
b) Religiosität und Spiritualität
c) Krankheit, Leid, Sterben und Tod

d) Trauer und Verlust
e) Bedeutung und Symbolik von Ritualen
f) Bedeutung von Jenseitsvorstellungen

FMP 5 – Ethische Aspekte der Pflege

a) Grundlagen der Ethik
b) Wunsch  nach  lebensverkürzenden  Maßnahmen
c) Tötung auf Verlangen
d) Beihilfe zur Selbsttötung
e) Sterben zulassen

f) Umgang mit Futility
g) Geschichte  der  Euthanasie  in  Deutschland
h) Wahrheit am Krankenbett
i) Umgang  mit  Sterbenden  und  Verstorbenen und deren Angehörigen und Bezugspersonen

FMP 6 – Organisatorische Aspekte und das Team

a) Zentrale Aspekte der Teamarbeit
b) Selbstschutz, Stressmanagement, Bewältigungsstrategien

c) Burnout – Prophylaxe
d) Qualitätssicherung, Dokumentation, Standards

FMP 7 – Recht

a) Betreuungsrecht
b) Vorsorgevollmacht
c) Patientenverfügung

d) Vertreterverfügung
e) Delegationsrecht
f) Gesetzliche und vertragliche Grundlagen der hospizlichen und palliativen  Versorgung

Praxis Berufspraktische Anteile & Kompetenzen

Qualifizierte Praxisanleitung nach § 2 Abs. 4 im Umfang von 10% des Praxiseinsatzes im Hospizbereich oder in der ambulanten oder
stationären Palliativpflege.

Kompetenzen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind befähigt, schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer spezifischen Situation mit ihrem spezifischen Lebensumfeld unter Einbeziehung ihrer Bezugspersonen fachkundig, individuell und einfühlsam unterstützend zu begleiten und zu pflegen. 

(entnommen aus der WPO-Pflege Hessen 2021)

Zugangsvoraussetzungen

Staatlich anerkannter Abschluss in einem der folgenden Berufe:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger*in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in
  • Altenpfleger*in
  • Hebamme oder Entbindungspfleger
  • Pflegefachfrau und Pflegefachmann
  • Anästhesietechnische- und Operationstechnische Assistent*in

Fördermöglichkeiten

Hier ist eine Förderung durch das AufstiegsBAföG möglich, das nach dem Aufstiegsfortbildungförderungsgesetz (AFBG) in erster Linie Teilnehmer*innen bei einer Aufstiegsfortbildung unterstützt, um somit die Existenzgründungsrate zu erhöhen. Wir beraten Sie gerne, füllen Sie dazu das untenstehende Kontaktformular aus.

Wir werden uns schnellstmöglich bei Ihnen melden.

Anmeldung und Beratung

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Unsere Leistungen sind nach § 4 Nr. 21,22 UStG umsatzsteuerbefreit.
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Unsere Seminare sind grundsätzlich berufsbegleitend.